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Die Saaskatoon Beere (Amelanchier alnifolia) gehört als Mitglieder der Gattung der Felsenbirnen (Amelanchier) mit den 4 bekannten Varietäten zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae), Unterfamilie Spiraeoideae in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Saskatoon ist eine echte Superbeere.

Saaskatoon Beere (Amelanchier alnifolia) auch bekannt unter den Namen Saskatoon, Pacific Serviceberry, Western Serviceberry, Serviceberry, Alder-Leaf Shadbush, Dwarf Shadbush, Shadbush, Shadblossom, Chuckley Pear Western Juneberry, Maycherry, Pigeon Berry, Pebmina, Sugar Pear, Indian Peer, Lance Wood, Bill Berry, Canadian Medlar und Rocky Mountain Blueberry, Erlenblättrige Felsenbirne oder Erlen-Felsenbirne bekannt.

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika und reicht vom subarktischen Alaska und dem Norden Kanadas bis nach Nord-Kalifornien und Utah im Südwesten der USA. Saskatoons sind langlebige (30-50 Jahre), besonders winterharte Pflanzen, die auch Temperaturen bis -60° C vertragen. Die Frosthärte der Art und daraus resultierende starke Kältestress-Reize je nach Standort scheint den Gehalt an Antioxidantien, Anthcyanen und Polyphenolen positiv zu beeinflußen. Die Saskatoon Beere wächst in Auen, an Gewässerufern und in artenarmen Wäldern auf mäßig trockenen bis frischen, schwach sauren bis stark alkalischen, sandigen, kiesigen oder lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen, kühlen bis kalten Standorten.

Sie hat je nach Standortlage 2 bis 5 Zentimeter lange Blattspreiten mit abgerundeter bis gestutzter Spitze. Die Blüten sind cremeweiß und wachsen zu fünf bis 15 in Trauben. Die Früchte sind bei Reife purpurschwarz und bereift.

Essbare Früchte mit langer Tradition in Kanada

Die großen und schmackhaften Früchte der Erlenblättrigen Felsenbirne oder Saskatoon-Berry haben eine lange Tradition in Kanada. Bekannt und heiß begehrt sind die Saskatoon-Beeren in den Prarieregionen von Kanada. 

Die lange Tradition des Beeren-Pflückens in der Natur geht bis auf die First Nations der verschiedenen Indianerstämme zurück. Diese schätzten die Frucht als nahrhaftes Trockenobst und in Pemmikan, einem gehaltvollen und vor allem haltbaren Gemisch aus Fett, getrocknetem Fleisch und getrockneten Beeren. Der Name Saskatoon geht urspünglich auf das Cree Wort “Mis-sask-quah-too-mina” zurück. 

In Europa wurden die etwas kleineren Früchte der heimischen Gemeinen Felsenbirne (Amelanchier ovalis) gesammelt. Getrocknet verfeinerten sie Brot und Kuchen, in Notzeiten ersetzten sie Rosinen oder Korinthen.

Die Wildfrüchte werden in Kanada im Juni und Juli reif, aber nicht alle zur gleichen Zeit. Dann hängen unreife, pinkfarbene Beeren neben bereits dunkel ausgefärbten und etwas weicheren Beeren. Die Früchte vieler Saskatoon-Berry Sorten dagegen werden zu etwa 60 Prozent auf einmal reif.

Die Vögel haben die Saskatoon-Beere zum Fressen gern. Die etwa heidelbeergroßen, von Kelchblättern gekrönten, dunkelvioletten bis purpurschwarzen Früchte der Felsenbirne sind ein absoluter Renner unter zahlreichen Vogelarten, die die Beeren bereits im Frühjahr unreif abrupfen.

Zubereitung und Verwendung

Mehrere Sorten der Erlenblättrigen Felsenbirne werden wegen der auffallenden Blüten und dekorativen Früchte als Ziersträucher verwendet.

Die Früchte dieser Superbeere werden roh oder gekocht gegessen, als Pulver für Smoothies und Getränke getrunken. Aus den Blättern kann ein Tee zubereitet werden.

Prairieberries Europe und Prairieberries, Inc. bieten eine breite Palette an Produkten rund um die Saskatoon Beere an: gefriergetrocknete Saskatoon (ungeüsst und gesüsst), Konzentrate, Pulver, Brotaufstriche, Kuchenfüllungen, uvm.

Weitere Informationen zu den Produkten und Bezugsquellen sind unter www.prairieberries.bio und für den nordamerikanischen Raum unter http://www.prairieberries.com zu finden.

Reich an Antioxidantien

Saskatoon Beeren sind reich an Nährstoffen und Polyphenolen. Eisen, Kalzium, Magnesium, Kupfer, Mangan und Zink sind allesamt in hoher Konzentration in der Superbeere enthalten.

Der Gesundheitsnutzen der Polyphenole wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte durch eine stetig steigende Anzahl wissenschaftlicher Studien belegt. Demnach scheinen Polyphenole anti-kanzerogene, anti-tumore, anti-inflammatorische und anti-mutagene Effekte zu haben. Darüber hinaus können sie Sauerstoffradikale "fangen" und somit helfen, die Lipidoxidation zu minimieren. Die Informationen zum positiven Gesundheitsnutzen der Stoffe, die der blau-violetten Frucht Ihre Farbe verleihen, haben dazu beigetragen, dass die Saskatoon Beere den Sprung in den immerzu expandierenden Functional Food Markt geschafft hat.

Der Begriff "Functional Food" (funktionelle Lebensmittel) ist bisher in Europa nicht gesetzlich definiert. Im Allgemeinen werden darunter aber Lebensmittel verstanden, die im Rahmen einer normalen Ernährung konsumiert werden und durch den Gehalt an biologisch aktiven Substanzen über den Nährwert hinaus einen positiven Gesundheitsnutzen haben oder das Risiko einer Erkrankung reduzieren können. Demnach, können Früchte, die eine signifikante Menge von Anthocyanen und Polyphenolen enthalten, durchaus als Functional Food betrachtet werden.

Namen, Synonyme und Sorten

Die Saskatoon Beere ist im angelsächsischen und deutschen Sprachraum unter verschiedenen Synonymen bekannt. Neben dem nach einem Hauptvorkommensgebiet Saskatoon im kanadischen Saskatchewan Saskatoon Berry, Saskatoon, Pacific Serviceberry, Western Serviceberry, Serviceberry, Alder-Leaf Shadbush, Dwarf Shadbush, Shadbush, Shadblossom, Chuckley Pear Western Juneberry, Maycherry, Pigeon Berry, Pebmina, Sugar Pear, Indian Peer, Lance Wood, Bill Berry, Canadian Medlar und Rocky Mountain Blueberry bekannt. Im deutschen Sprachraum sind die Namen Erlenblättrige Felsenbirne oder Erlen-Felsenbirne für Amelanchier alnifolia geläufig.

Inzwischen werden viele Sorten der Saskatoon Beere kommerziell angebaut, darunter Bluff, Buffalo, Elizabeth, Forestburg, Honeywood, JB 30, Martin, Nelson, Northline, PAR 90, Parkhill, Pearson II, Pembina, Smoky, Success and Thiessen. In Kanada begann der Obstanbau der Saskatoon Beere bereits im Jahre 1918. Prairieberries, Inc. ist der größte Anbauer von Amelanchier alnifolia in Kanada.

Systematik und Regionen

Die Felsenbirne wurde 1818 von Thomas Nuttall als Aronia alnifolia (Basionym) erstmals wissenschaftlich beschrieben und den Apfelbeeren (Aronia) zugeordnet. Max Joseph Roemer stellte die Art 1847 als Amelanchier alnifolia zu den Felsenbirnen. In der Plant List wird die Erlenblättrige Felsenbirne als Unterart Amelanchier sanguinea var. alnifolia (Nutt.) P. Landry geführt.

Es werden meist 4-5 Varietäten unterschieden:

  • Amelanchier alnifolia var. alnifolia.
    Der Blattrand ist zumindest zu Spitze hin deutlich gezähnt. Der Fruchtknoten hat eine stark behaarte Spitze und meist fünf Griffel und die Kronblätter erreichen eine Länge von bis zu 12 Millimetern. Standort ist der nordöstliche Teil der Verbreitungsgebiets.
  • Amelanchier alnifolia var. cusickii (Fern.) C.L. Hitchc.
    Die Kelchzipfel sind meist länger als 3 Millimeter. Die Kronblätter sind meist über 16 Millimeter lang und bis zu 8,5 Millimeter breit. Der Fruchtknoten ist kahl oder wenig behaart.
  • Amelanchier alnifolia var. humptulipensis (G.N.Jones) C.L.Hitchc.
    Der Blattrand ist beinahe ganzrandig mit wenigen kleinen Zähnen nahe der Blattspitze. Der Fruchtknoten hat eine stark behaarte Spitze und die Kronblätter erreichen eine Länge von bis zu 12 Millimetern.
  • Amelanchier alnifoliavar pumila (Nutt.) A.Nelson.
    Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in den Rocky Mountains und der Sierre Nevada.
  • Amelanchier alnifolia var. semiintegrifolia (Hook.) C.L. Hitchc.
    Die Kelchzipfel sind im Mittel kürzer als 3 Millimeter. Die Kronblätter sind 12 bis 16 Millimeter lang und etwa 4 Millimeter breit. Der Fruchtknoten ist an der Spitze wollig behaart. Die Verbreitung konzenrtriert sich auf die pazifische Küstenregion von Alaska bis zum Nordwesten von Kalifornien.

Der Gattungsname Amelanchier stammt aus dem Französischen und leitet sich von dem vorrömischen Ausdruck melanca ab, der so viel wie ‚schwarz‘ bedeutet. Der Ausdruck verweist damit auf die schwarzvioletten Früchte der Gattung. Das Artepitheton alnifolia stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚erlenblättrig‘. Es leitet sich von alnus für Erle und -folius für ‚blättrig‘ ab.

Bezugsquellen und weitere Informationen

Produktinformationen und Bezugsquellen: